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Muss ich für Yoga flexibel sein? Ja. Aber anders, als du denkst.

3. Sept.
3 Min. Lesezeit

Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt:


„Muss ich eigentlich flexibel sein, um Yoga zu machen?“


Meine Antwort ist: Ja.


Aber vermutlich nicht so, wie du gerade denkst.


Mich interessiert im Yoga nicht besonders, ob du mit gestreckten Beinen deine Hände auf den Boden bekommst. Es ist auch nicht wichtig, wie weit deine Hüfte aufgeht oder wie deine Haltung im Vergleich zur Person auf der Matte neben dir aussieht.


Die Flexibilität, die ich im Yoga spannend finde, zeigt sich an einer ganz anderen Stelle.


Wie flexibel kannst du auf das reagieren, was gerade da ist?



Dein Körper ist nicht jeden Mittwoch derselbe


Vielleicht kommst du nach einem langen Arbeitstag in meine Yogastunde und merkst schon beim Ankommen: Heute bin ich müde.


Eine Woche später stehst du auf derselben Matte und hast Energie. Du möchtest dich bewegen, deinen Körper spüren und auch mal an deine Grenze gehen.


Und wieder eine Woche später fühlt sich eine Haltung, die sonst angenehm für dich ist, plötzlich überhaupt nicht gut an.


Was machst du dann?

Ziehst du dein gewohntes Programm durch?

Oder kannst du wahrnehmen, was heute da ist, und darauf reagieren?


Genau da beginnt für mich Flexibilität im Yoga.



Eine Haltung muss nicht jedes Mal gleich aussehen


Wir lernen schnell, dass es für viele Dinge eine richtige Ausführung gibt.

Auch im Yoga begegnen uns Bilder davon, wie eine Haltung aussehen soll.


Ich unterrichte anders.


Natürlich gibt es anatomische Grundlagen und einen Rahmen, in dem wir uns bewegen. Aber innerhalb dieses Rahmens darfst du herausfinden, was dein Körper braucht.


Vielleicht beugst du heute die Knie.

Vielleicht nimmst du einen Block.

Vielleicht bleibst du drei Atemzüge und kommst dann aus der Haltung heraus, obwohl alle anderen noch bleiben.

Oder du merkst: Heute möchte ich mehr.


Das alles ist Yoga.



Flexibilität hat für mich viel mit Anpassungsfähigkeit zu tun


Unser Leben läuft selten so, wie wir es morgens geplant haben.


Ein Termin verschiebt sich. Jemand sagt etwas, das uns trifft. Wir schlafen schlecht. Unser Körper verändert sich. Eine Lebensphase endet und eine andere beginnt.


Wir können nicht alles kontrollieren.


Aber wir können lernen wahrzunehmen, was eine Situation gerade von uns braucht.

Manchmal bedeutet das, dranzubleiben.

Manchmal bedeutet es, etwas anders zu machen.

Und manchmal bedeutet es, aufzuhören.


Diese Form von Flexibilität können wir auf der Yogamatte üben.



Deine Yogamatte ist kein Leistungstest


Wenn du zu mir ins Yoga kommst, musst du mir nichts zeigen.


Ich muss nicht sehen, wie beweglich du bist.


Du musst auch nicht erst fitter werden, bevor du dich für einen Kurs anmeldest.

Dein Körper ist der Körper, mit dem du heute auf die Matte kommst.

Mit seiner Beweglichkeit. Mit seinen Grenzen. Mit seiner Tagesform.


Von dort arbeiten wir.


Das finde ich sehr viel interessanter als die Frage, wie tief du in eine Vorbeuge kommst.



Und ja, dein Körper kann beweglicher werden


Natürlich verändert regelmäßiges Yoga auch den Körper.


Beweglichkeit kann zunehmen. Du lernst Bewegungen kennen, die im Alltag kaum vorkommen. Du entwickelst ein anderes Gefühl für deinen Körper.


Das darf passieren.


Es muss aber nicht das Ziel deiner Yogapraxis sein.


Für mich ist viel spannender, wenn du nach einiger Zeit früher merkst:

Heute brauche ich weniger.

Hier kann ich noch ein Stück weitergehen.

Diese Bewegung tut mir gerade gut.

Hier möchte ich raus.


Dann hast du etwas von deiner Yogapraxis mitgenommen, das du auch außerhalb des Studios gebrauchen kannst.



Muss ich also flexibel sein, um mit Yoga anzufangen?


Ja.


Du darfst flexibel genug sein, die Vorstellung loszulassen, wie Yoga aussehen muss.

Und dann kommst du mit dem Körper, den du heute hast.

Genau damit können wir arbeiten.


Du möchtest das selbst auf der Matte erleben?

In meinen Kursen in Bayreuth geht es immer wieder darum, deinen Körper wahrzunehmen und herauszufinden, was du an diesem Tag brauchst.


Im Yin Stress Release Yoga wird es ruhiger. Wir bleiben länger in den Positionen und geben dem Körper Zeit.


Im Embodied Yoga für Frauen bewegen wir uns freier und manchmal auch körperlich fordernder. Du bekommst Raum, deinen eigenen Ausdruck und deine Grenzen innerhalb der Praxis wahrzunehmen.


Im Breathwork & Nervensystemregulation arbeiten wir mit Atem, Körperwahrnehmung und somatischen Bewegungen. Hier steht besonders die Regulation des Nervensystems im Mittelpunkt.


Und im Schwangerschaftsyoga begleiten wir den Körper durch eine Zeit, in der sich ohnehin ständig etwas verändert. Du lernst, dich immer wieder neu auf deinen Körper einzulassen, Kontakt zu deinem Baby aufzunehmen und Vertrauen in dich und deinen Körper zu entwickeln.


Du brauchst für keinen meiner Kurse eine bestimmte Beweglichkeit oder Yogaerfahrung.


Lots of Love!

Daniela



Daniela Königsreuter

Embodiment Mentorin & Yogalehrerin

Integrative Frauengesundheit · Yoga · Breathwork · Retreats


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