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Was bedeutet es eigentlich, wieder im eigenen Körper anzukommen?

Über Körperwahrnehmung, Nervensystem und die Signale, die wir im Alltag oft erst spät wahrnehmen.


Manchmal merken wir unseren Körper erst, wenn es ruhig wird.


Abends auf dem Sofa. Die Schultern sind fest. Der Kiefer angespannt. Der Atem sitzt irgendwo oben im Brustkorb. Du bist müde, aber innerlich noch gar nicht wirklich zur Ruhe gekommen.


Vielleicht kennst du auch diese Tage, an denen du von morgens bis abends unterwegs bist und erst irgendwann feststellst, dass du kaum etwas getrunken hast. Dass du Hunger hattest. Dass dir eine Situation längst zu viel war.


Unser Körper spricht die ganze Zeit mit uns.


Nur hören wir ihn nicht immer.


Was heißt es, im eigenen Körper anzukommen?


Für mich bedeutet es zuerst einmal: wieder wahrzunehmen.


Wie geht es mir gerade?

Wie fühlt sich mein Atem an?

Wo halte ich Spannung?

Brauche ich Bewegung oder Ruhe?

Was fühlt sich gut an und was gerade überhaupt nicht?


Das klingt unspektakulär. Und trotzdem verlieren viele von uns genau diesen Kontakt im Alltag immer wieder.


Wir leben sehr viel über den Kopf. Wir planen, organisieren, reagieren, kümmern uns, treffen Entscheidungen und arbeiten Dinge ab.


Der Körper läuft dabei mit.


Bis er irgendwann deutlicher wird.


Dein Körper muss nicht erst laut werden


Körperwahrnehmung beginnt für mich lange vor Schmerzen oder völliger Erschöpfung.

Vielleicht merkst du früher, dass deine Schultern nach oben wandern.


Dass dein Atem flacher wird.


Dass du unruhiger wirst, obwohl äußerlich gerade gar nichts Besonderes passiert.


Oder dass du nach einem vollen Tag zehn Minuten alleine brauchst, bevor du wieder sprechen möchtest.


Diese kleinen Signale sind wertvoll.


Je besser wir unseren Körper kennen, desto früher können wir wahrnehmen, was gerade da ist.


Nicht jeder Zustand muss sofort verändert werden. Manchmal reicht es schon, ihn überhaupt zu bemerken.


Und was hat das Nervensystem damit zu tun?

Unser Nervensystem nimmt ständig Informationen auf.


Ist es hier sicher? Muss ich reagieren? Kann ich mich entspannen? Brauche ich gerade mehr Energie?


Viele dieser Prozesse laufen ab, ohne dass wir bewusst darüber nachdenken.


Deshalb lässt sich Ruhe auch nicht immer über den Kopf herstellen.


Du kannst dir zehnmal sagen, dass du dich entspannen sollst. Wenn dein Körper noch unter Spannung steht, wird daraus selten echte Ruhe.


Hier wird Körperarbeit für mich interessant.


Über Bewegung, Atem, Berührung, bewusste Wahrnehmung und Ruhe können wir lernen, die Reaktionen unseres Körpers besser kennenzulernen.


Nicht mit dem Anspruch, immer entspannt zu sein.


Sondern mit mehr Gespür dafür, was gerade in uns passiert.


Yoga kann mehr sein als eine Abfolge von Übungen

Genau deshalb unterrichte ich Yoga nicht mit dem Gedanken, dass eine Haltung möglichst perfekt aussehen muss.


Mich interessiert viel mehr:


Was spürst du dabei?

Was verändert sich, wenn du langsamer wirst?

Wann möchtest du weitergehen und wann wäre weniger gerade passender?

Wie verändert sich dein Atem?


Eine Yogastunde kann dadurch zu einer Stunde werden, in der du deinen Körper wieder wahrnimmst, statt ihn nur zu bewegen.


Das Gleiche erlebe ich bei Breathwork und Embodiment.


Der Zugang ist jeweils ein anderer. Der Körper bleibt dabei der Ausgangspunkt.


Zurück in deinen Körper

Dieser Satz begleitet meine Arbeit schon lange.


Für mich steckt darin nichts Großes oder Abgehobenes.


Es kann ein Mittwochabend sein, an dem du für 60 Minuten deine Yogamatte ausrollst.


Ein bewusster Atemzug, bevor du auf eine Nachricht antwortest.


Ein Spaziergang ohne Kopfhörer.


Oder der Moment, in dem du merkst: Heute brauche ich etwas anderes als gestern.

Im eigenen Körper anzukommen bedeutet nicht, einen bestimmten Zustand erreichen zu müssen.


Es bedeutet, wieder mitzubekommen, was da ist.


Und vielleicht beginnt genau dort eine andere Art, mit sich selbst umzugehen.



Manchmal braucht es einen Moment Ruhe, um den eigenen Körper wieder wahrzunehmen. (Reconnect Retreat Fichtelsee, 2025)
Manchmal braucht es einen Moment Ruhe, um den eigenen Körper wieder wahrzunehmen. (Reconnect Retreat Fichtelsee, 2025)

Love to you!

Daniela



Daniela Königsreuter

Embodiment Mentorin & YogalehrerinIntegrative Frauengesundheit · Yoga · Breathwork · Retreats


 
 
 

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